Formen der Depression

Depression ist nicht gleich Depression

Generell gehören Depressionen zu den sogenannten affektiven Störungen. Das sind psychische Störungen, bei denen die Stimmungslage deutlich verändert ist, z.B. sehr traurig oder übertrieben fröhlich.

Unipolare Depression

Wenn jemand das erste Mal an einer Depression erkrankt, spricht man zunächst von einer depressiven Episode. Es kann gut sein, dass man nur einmal in seinem Leben eine solche Episode erlebt.

Viele Betroffene erleiden mehrfach im Leben eine depressive Episode. Das wird dann als rezidivierende, also wiederkehrende oder wiederholte unipolare Depression bezeichnet.

Wie lang dauert eine depressive Episode?

Das ist sehr unterschiedlich, mindestens jedoch zwei Wochen. Bei einigen dauert die Episode mehrere Wochen, manchmal auch Monate. Eine längere Dauer der Episode kann gerade dann vorkommen, wenn junge Menschen nicht ausreichend behandelt werden.

Bipolar affektive Störung

Kommt es neben den depressiven Phasen zu absoluten Hochphasen, sprechen Experten von einer bipolaren affektiven Störung. Bipolar bedeutet so viel wie „zwei entgegengesetzte Bereiche“ – auf die tiefe Traurigkeit folgt also eine übertrieben gute Stimmungslage oder umgekehrt. In den Hochphasen, auch manische Phasen genannt, gibt es kaum ein Halten. Die Betroffenen haben einen enormen Tatendrang, wenig Schlafbedürfnis, Unruhe und nehmen sich selbst sehr wichtig.

Dysthymie

Bei jungen Menschen kann sich auch eine leichtere, dafür aber andauernde, chronische Form der Depression entwickeln, die mindestens ein Jahr anhält. Es gibt, wenn überhaupt, dann nur wenige Wochen normaler Stimmung. Diese Form der Erkrankung wird Dysthymie genannt1.

1 Wittchen et al. (1998): Prevalence of mental disorders and psychosocial impairment in adolescents and young adults. Psychological Medicine, Jan 28, 109 - 126.

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