Tipps für Dich

Wie geht es dir damit?

Wenn Mutter oder Vater psychisch krank sind, hat das einen Einfluss auf Dich und die ganze Familie.

Möglicherweise hat das betroffene Elternteil weniger Zeit für Dich, braucht häufig Deine Unterstützung und es dreht sich einfach alles um den erkrankten Menschen.

Das kann eine mächtige Herausforderung für Dich sein.

Du bist nicht schuld!

Psychische Erkrankungen haben viele Ursachen. Wichtig ist, dass Du nicht schuldig oder verantwortlich für die Erkrankung Deiner Mutter oder Deines Vaters bist. Betroffene Elternteile brauchen ärztliche und psychotherapeutische Hilfe.

Trotzdem machst Du Dir Sorgen und fragst Dich, was Du tun kannst, damit es zu Hause wieder besser läuft. Wenn Deine Sorgen um Vater oder Mutter und die Aufgaben zu Hause sehr groß werden, rede unbedingt mit jemandem darüber. Das kann ein guter Freund sein oder auch ein Lehrer oder Arzt. Suche Dir Menschen, denen Du Dich anvertrauen kannst.

Wenn Du in einer schwierigen Lage bist, kannst Du hier nach Telefonnummern, Beratungen und Kontaktadressen suchen Hilfe.

Sind Mutter oder Vater in einer akuten Krise oder liegt ein Notfall vor, wähle die 112.

Was kannst Du für Dich tun?

Tausche Dich mit andern aus, denen es ähnlich geht. In unserem Forum ist Platz für Dein Thema. Zum FIDEO-Forum

Achte auf Dich selbst!

Triff Dich mit Freunden, gehe in die Stadt, spiele Musik oder treibe Sport. Gehe Deinen Weg und schaue darauf, dass es Dir gut geht. So schaffst Du es, mit der schwierigen Lage zu Hause zurecht zu kommen.

Tue nur das, was Du Dir auch zutraust!

Mit Schule oder Ausbildung bist Du gut beschäftigt. Toll, wenn Du auch zu Hause hilfst. Alles alleine zu managen, ist jedoch nicht Deine Aufgabe. Überlegt gemeinsam, wie die Familie entlastet werden kann, z.B. über soziale Dienste.

Zeige, dass Du auch noch da bist!

Wenn Mutter oder Vater psychisch krank sind, sind sie mit sich selbst beschäftigt. Ihr Verhalten kann Deine Gefühle verletzen und Dich verwirren. Das macht traurig und wütend. Sprich über Deine Gefühle. Wenn sich dadurch nichts verändert, suche Dir Menschen, die Dich unterstützen können. Hilfe bekommst Du beispielsweise im Familien- oder Bekanntenkreis, in der Schule, beim Arzt, in einer Beratungsstelle oder per Telefon- und Chatberatung. Du musst das nicht allein bewältigen!

Du bist nicht allein!

Wenn zu Hause viel auf Dich einprasselt, hast Du sicher schon das Gefühl gehabt, nur Dir ginge es so. Das ist nicht so! Es gibt viele andere Jugendliche, mit ähnlichen Erfahrungen. Auch wenn es schwer fällt, erkläre Deinen Freunden, was mit Vater oder Mutter los ist. Das entlastet und Deine Freunde werden anders über Deine Situation denken.

Werde ich auch krank?

Diese Frage hast Du Dir sicher auch schon gestellt. Viele Jugendliche gehen erstaunlich gut mit der Erkrankung der eigenen Eltern um und bleiben gesund.

Prinzipiell kann jeder Mensch psychisch erkranken. Wenn Dein Vater oder deine Mutter beispielsweise an einer Depression leiden, ist das eine Belastung für Dich. Es gibt auch Hinweise, dass Kinder erkrankter Eltern anfälliger dafür sind, selbst zu erkranken.

Es kann jedoch viel getan werden, damit Du gesund und stark bleibst. Schau mal auf unsere FIDEO-Tipps: Gesund bleiben

Hilfreiche Seiten im Internet

Website der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie und des Bundesverbands der Angehörigen psychisch Kranker (BApK): www.kipsy.net

Online-Beratungsangebot der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) für Jugendliche und junge Erwachsene: bke-jugendberatung.de

Website mit Informationen, Einrichtungen und Links der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder psychisch erkrankter Eltern: www.bag-kipe.de

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