Verkehrte Welten

Kinder psychisch kranker Eltern

Dein Vater oder Deine Mutter leiden an einer psychischen Erkrankung? Sie verhalten sich anders, als die Eltern Deiner Freunde? Du schämst Dich für das Verhalten Deiner Mutter oder Deines Vaters?

Das Wichtigste vorab: Du bist NICHT schuld an der Erkrankung!

Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, unter denen Menschen leiden können, gehören Depressionen, Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen und Schizophrenie. Die Erkrankten denken, handeln und fühlen auf eine besondere Weise. Das kann Dir als Sohn oder Tochter Angst machen, Dich verunsichern oder die Wut hoch kochen lassen.

Die Frage nach dem Warum?

Warum mnache Menschen erkranken und andere nicht, ist nicht genau zu erklären. Meist gibt es mehrere Ursachen, die zusammenkommen, z.B.

  • Dein Vater oder Deine Mutter sind generell weniger gut belastbar
  • Dein Vater oder Deine Mutter tun zu viele Dinge zur gleichen Zeit und sind dadurch extrem gestresst
  • Deine Mutter oder Dein Vater haben schwierige Lebensereignisse erlebt, wie z.B. Scheidung oder den Tod eines geliebten Menschen

Behandlung oder "Wie geht es weiter?"

Heute gibt es viele Möglichkeiten, psychische Erkrankungen zu behandeln, so dass die betroffenen Menschen sich bald besser fühlen. Dazu gehören Medikamente, die Hausärzte, Psychiater oder Neurologen verschreiben. Mit einem Psychotherapeuten kann Deine Mutter oder Dein Vater über Schwierigkeiten und Gefühle reden. Das Reden hilft dabei, besser mit der Erkrankung umgehen zu können und wieder fit für den Alltag und die Familie zu werden.

Besonders hilfreich sind auch sogenannte Selbsthilfegruppen, in denen sich betroffene Menschen austauschen können. Sie unterstützen sich dann gegenseitig und fühlen sich weniger allein mit der Erkrankung.

Wenn es einem betroffenen Elternteil seelisch sehr schlecht geht, kann ein Klinikaufenthalt notwendig werden. Meist bleiben die Betroffenen längere Zeit dort und werden vielfältig behandelt, z.B. mit Medikamenten, Psychotherapie, aber auch Musik- oder Bewegungstherapien.

Weiterführende Informationen findest du hier

Website der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie und des Bundesverbands der Angehörigen psychisch Kranker (BApK)
: www.kipsy.net

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